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Millionenbetrug durch Gewinnspielmafia |
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Dienstag, den 17. August 2010 um 21:31 Uhr |
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Todtmoos/Bielefeld – Mehr als 19 Millionen Euro so die Schätzungen der Ermittler, wurden von einer Gewinnspielbande innerhalb weniger Monate unautorisiert von zahlreichen deutschen Privatkonten abgebucht. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen Personen aus dem Südschwarzwald.
Vor drei Wochen klickten in Waldshut-Tiengen die Handschellen. Der 47 jährige Hotelbetreiber Markus W. , ein Schweizer Staatsbürger, der als führender Kopf der Bande gilt wurde von der Polizei festgenommen. Sein Hotel wurde bereits mehrfach durchsucht.
Mit seinen beiden Komplizen Thorsten S. und Daniela P. betrieb W. eine fast perfekte Masche. Man brachte durch gezielte Telefonanrufe ahnungslose Menschen dazu persönliche Daten und eine Kontoverbindung preiszugeben. Ein Schweizer Paymentunternehmen zog daraufhin monatlich Beträge in Höhe von etwa 55 Euro per Lastschrift von diesen Konten ein. Um relativ schnell an viele Daten zu kommen, bediente man sich vier Callcenter, dessen Mitarbeiter täglich mehrere Stunden zahllose Anrufe tätigten.
Klaus Pollmann, Oberstaatsanwalt aus Bielefeld spricht von mehr als 300.000 Vorfällen. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden wurden nur rund 40 Prozent der Lastschriften von den Kontoinhabern zurückgebucht. Man geht deshalb davon aus, dass auf dem Konto der Schweizer Firma ein hoher Millionenbetrag verblieben ist. Die Höhe sei aber bis dato unbekannt.
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