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Mozilla gewinnt Prozess gegen Download Abzocker |
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Geschrieben von: Cheffe
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Montag, den 20. Dezember 2010 um 15:37 Uhr |
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Verschiedene Download-Portale boten Open-Source Software wie Firefox und Thunderbird kostenpflichtig zum Download an.
Hiergegen wehrte sich Mozilla, eine gemeinützige Stiftung aus den Vereinigten Staaten, erfolgreich. Das Landgericht Hamburg verbot es mehreren "Internet-Dienstleistern" Programme wie Firefox und Thunderbird, die unter der Creative Commons license vertrieben werden, kostenpflichtig zum Download anzubieten. Das Gericht stellte auch unmissverständlich klar, dass zukünftig etwaige Kostenpflichten und vertragliche Mindestlaufzeiten klar und deutlich gekennzeichnet werden müssen.
Ebenso erreichte es Mozilla, dass das Gericht die Betreiber der Webseiten dazu verpflichtete, Daten über Downloads in der Vergangenheit offenzulegen. Die Richter gingen dabei soweit, dass auch geschaltete Werbung von Google-Adsense inklusiv der verwendeten Keywords genannt werden müssen. Mozilla ist berechtigt auf Grund dieser Daten von den betroffenen Anbietern einen Schadensersatz zu verlangen.
Die Beklagten hatten in der Vergangenheit Gratisprogramme zum Download angeboten und hierfür intensiv Werbung betrieben. Mit dem Download der Programme gingen ahnungslose Nutzer sodann einen kostspieligen Abovertrag ein. Wer nicht zahlte wurde umgehend angemahnt. Man spricht von bis zu 170000 Rechnungen pro Woche. Preisinformationen und Angaben zu Mindestlaufzeiten wurden von den Betreibern geschickt in Fließtexten versteckt. Aus diesem Grund wurden diese von den meisten Nutzern nicht wahrgenommen.
" Für die Rechte der Internetnutzer und ein offenes Internet ist das Urteil des Landgerichts Hamburg ein großer Erfolg. Open Source Programme wie Firefox und Thunderbird sind für alle frei verfügbar. Das soll auch weiterhin so bleiben." Betonte Mozilla in einer Presseerklärung.
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 13:10 Uhr |