Nicht Abzocken e.V.
Isharegossip.com abgeschaltet - Staatsanwaltschaft ermittelt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cheffe   
Freitag, den 28. Januar 2011 um 10:29 Uhr

shotFrankfurt. Seit ein paar Wochen existierte im Internet eine Plattform, auf der Schüler anonym zu ihrer Schule Gedanken und anderes loswerden können. Jedoch eskalierte diese Internetseite komplett!

Auf isharegossip.com werden Personen mit vollständigem Namen erwähnt und beleidigt, mit Gerüchten überschüttet, welche von anderen anonymen Schülern bestätigt werden, indem sie kommentieren. Diese Internetseite wirbt damit, dass Einträge und Kommentare der Schüler nicht rückverfolgbar seien, und sie zu 100 Prozent anonym wären. Die Einträge sind nach Bundesländern, Städten und Schulen geordnet und für jeden, auch Eltern, Lehrer und sogar spätere Arbeitgeber, nachlesbar. Sämtliche Beleidigungen und Gerüchte sind sogar über die Suchmaschine Google auffindbar. Seit gestern Abend hat dieser Spuk nun ein Ende, zumindest vorläufig. Nach einigen ernsten Telefongesprächen mit diversen US-Unternehmen, war man dort nicht mehr gewillt diesen Unsinn weiter zu hosten.

Aus diesem Grund wird seit ca. 22.30 Uhr umgeleitet auf isharegossip.blog.de. Dort propagiert man vollmundig, man würde auf sichere Server umziehen, zu einem Provider, der bereit wäre "juristisch bis aufs Blut zu verteidigen". Da kann man diesen "Bäckersburschen" nur viel Glück wünschen. Nach unseren Informationen ermittelt hier bereits die Staatsanwaltschaft und die IT-Fachabteilung des LKA ist auch bereits eingeschaltet. Alles in Allem sieht es sehr danach aus, als wird es in Kürze mächtig eng werden.

Liebe Schülerinnen und Schüler, habt Ihr es wirklich nötig, ein solch hirnloses Projekt, gemacht von Hirnlosen zu unterstützen. Behaltet immer im Hinterkopf, dass es eine absolute Anonymität im Netz nicht gibt. Es gibt immer Wege und Mittel, einen Nutzer im Internet zu identifizieren. Bedenkt auch die Folgen für die Opfer dieser Seite, es kann jederzeit jeden treffen, auch Du, der gerade diese Zeilen liest, kannst morgen schon der Nächste sein. Wie würdest Du Dich dann fühlen, was würdest Du tun, wenn Dein Namen, Dein Foto im Internet gezeigt wird. Seit vernünftig, lehnt dieses Projekt ab und zeigt damit Zivilcourage. Keine Toleranz gegenüber Diskriminierung.

Liebe Freaks und Cracks der Szene, helft mit, sollte die Seite erneut an den Start gehen, dann sollte jeder wissen was zu tun ist. Sorgt dafür, dass die Seite dahin geschickt wird, wo der Pfeffer wächst. Jeder Provider, der bereit ist solchen Schund zu hosten, soll sich bewusst werden, was im blühen wird. Always ready to rumble.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Februar 2011 um 08:38 Uhr
 
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