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Er will ihn nicht mehr, den Doktortitel. Karl-Theodor zu Guttenberg beugt sich dem Druck der Internetgemeinde und verzichtet auf den akademischen Grad.
Eigentlich wollte die Universität Bayreuth erst am 6.März die Dissertation des Bundesverteidigungsministers bewerten. Nach verstärktem Druck seitens der Presse und der Onlinemedien wirft zu Guttenberg das Handtuch.
Anonyme Internetuser hatten die Plattform GuttenPlag basierend auf dem bekannten Wikimediascrpt aufgebaut und zur Jagd nach Plagiaten in der Arbeit des Politikers aufgerufen. Auf der von PlagDoc, so der Nick des anonymen Users, aufgebauten Plattform konnte sich jeder an der Plagiats-Jagd beteiligen.
Ein aktueller Zwischenbericht meldet, dass bis dato 3521 von 16325 Zeilen, also rund 21,5 Prozent, inkl. Fußnoten als Plagiate identifiziert seien. 27 Seiten davon sollen Komplettplagiate sein, also wortwörtlich übernommene Inhalte aus Fremdquellen. 35 Seiten verschleierte Plagiate, 410 Seiten Übersetzungsplagiate sowie 121 Zeilen Bauernopfer und 438 verschärfte Bauernopfer.
Als Bauernopfer bezeichnet man kleine Textabschnitte, referenziert über eine Fußnote. Angegeben hingegen wurden größere Abschnitte, die aus derselben Quelle beruhen. Erstsemester-Arbeiten, ein US-Botschaftsbericht, diverse Zeitungsartikel, eine Masterarbeit sowie mehrere Schriften der Verwaltung des Deutschen Bundestags gehören zu den identifizierten Quellen.
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